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Schule/Kita

Fragen und Antworten zum Thema Schule:

Regelungen für den Schulbetrieb ab 17. Mai 2021 - Mitteilung des Bildungsministeriums

Welche Regelungen gelten aktuell für Schulen? (Inzidenz unter 50)

In allen Landkreisen und kreisfreien Städten, liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut derzeit unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Deshalb findet der Regelbetrieb für alle Klassenstufen – also auch für die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse - statt.

Auch die überbetrieblichen und außerbetrieblichen Bildungsstätten der Berufsbildung sind wieder geöffnet. Ebenso die Volkshochschulen für Kurse, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Erwerb eines Schulabschlusses anstreben. Überall dort, wo Präsenzunterricht stattfindet, kann Sportunterricht im Freien erteilt werden.


Wechsel zwischen den Inzidenzstufen:

Wenn sich die Inzidenzzahlen über die Stufenschwellen verändern, so erfolgt der Wechsel wie folgt:

  • Ein Wechsel in eine niedrige Inzidenzstufe ist möglich, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Inzidenzwerte durchgängig unter der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Dann gelten ab dem übernächsten Tag Regelungen zum Schulbetrieb nach der niedrigeren Inzidenzstufe.
  • Bei steigenden Inzidenzwerten erfolgt der Wechsel in die höhere Inzidenzstufe, wenn nach einer Wartezeit von drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenzwerte durchgängig über den Werten der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Auch hier gelten dann ab dem übernächsten Tag die Regelungen zum Schulbetrieb nach der höheren Inzidenzstufe.

Wie sehen die Regelungen der Stufe unter 100, 100-165 und Stufe über 165 aus?

Stufe unter 100:

Liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei 100 oder niedriger, gilt in allen Jahrgangsstufen Präsenzpflicht. In den Jahrgangsstufen 1 bis 6 und in den Abschlussklassen findet täglicher Präsenzunterricht statt. In den allgemein bildenden Schulen ab Klassenstufe 7 und in den beruflichen Schulen gibt es Wechselunterricht.

Als Abschlussjahrgänge sind folgende Klassenstufen definiert:

  • die Jahrgangsstufe 9 an der Regionalen Schule sowie im Bildungsgang der Kooperativen Gesamtschule, der zur Mittleren Reife führt, und die Jahrgangsstufe 9 der Integrierten Gesamtschule,
  • die Jahrgangsstufe 11 der allgemein bildenden Schulen sowie die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien und Fachgymnasien, die den Abschlussjahrgängen unmittelbar nachfolgenden Jahrgänge an den beruflichen Schulen, alle Klassen der Bildungsgänge Berufsvorbereitungsjahr (einjährig, zweijährig), Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BVB) und Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer, die zum Ende des Schuljahres 2020/2021 abgeschlossen werden.


Stufe 100 - 165:

Bei einem 7-Tage-Inzidenz-Wert zwischen 100 und 165 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern findet in allen Jahrgangsstufen Wechselunterricht statt. Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 1 bis 6, für die kein Unterricht an der Schule ist, steht die Notbetreuung in der Schule zur Verfügung.


Stufe 165:

Bei einer Inzidenz von mehr als 165 sind lediglich die Abschlussjahrgänge im Präsenzunterricht Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist der Präsenzunterricht an den Schulen untersagt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 gibt es die Notbetreuung

Als Abschlussjahrgänge sind folgende Klassenstufen definiert:

  • die Jahrgangsstufe 9 an der Regionalen Schule sowie im Bildungsgang der Kooperativen Gesamtschule, der zur Mittleren Reife führt, und die Jahrgangsstufe 9 der Integrierten Gesamtschule,
  • die Jahrgangsstufe 11 der allgemein bildenden Schulen sowie die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien und Fachgymnasien,
  • die den Abschlussjahrgängen unmittelbar nachfolgenden Jahrgänge an den beruflichen Schulen, alle Klassen der Bildungsgänge Berufsvorbereitungsjahr (einjährig, zweijährig), Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BVB) und Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer, die zum Ende des Schuljahres 2020/2021 abgeschlossen werden.


Wechsel zwischen den Inzidenzstufen:

Wenn sich die Inzidenzzahlen über die Stufenschwellen verändern, so erfolgt der Wechsel wie folgt:

  • Ein Wechsel in eine niedrige Inzidenzstufe ist möglich, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Inzidenzwerte durchgängig unter der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Dann gelten ab dem übernächsten Tag die Regelungen zum Schulbetrieb nach der niedrigeren Inzidenzstufe.
  • Bei steigenden Inzidenzwerten erfolgt der Wechsel in die höhere Inzidenzstufe, wenn nach einer Wartezeit von drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenzwerte durchgängig über den Werten der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Auch hier gelten dann ab dem übernächsten Tag die Regelungen zum Schulbetrieb nach der höheren Inzidenzstufe.


Wie sieht es mit der Notfallbetreuung in der Schule aus?

Für die Kinderbetreuung haben in der Regel die Sorgeberechtigten bzw. die Pflegeeltern zu sorgen.

SchülerInnen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 können in Ausnahmefällen die Notfallbetreuung der Schule besuchen. Liegt eine komplexe Behinderung und gesundheitliche Beeinträchtigung vor, besteht unabhängig von Alter des Schülers und der Beschäftigungssituation der Erziehungsberechtigten ein Anspruch auf Notbetreuung in der Schule.

Sind Sie von einem der folgenden Ausnahmefälle betroffen, darf Ihr Kind die Notfallbetreuung in der Schule besuchen:

  • In Härtefällen (beispielsweise wegen einer Kindeswohlgefährdung als Folge einer familiengerichtlichen Entscheidung oder im Rahmen von Maßnahmen und Schutzplänen nach § 8a SGB VIII des Jugendamtes)
  • In begründeten Einzelfällen Kinder in stationären und teilstationären Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe
  • In begründeten Fällen von Alleinerziehenden, die alleine für die Pflege und Erziehung ihres Kind/ ihrer Kinder sorgen (im Sinne des § 30 SGB XII)
  • Kinder bei denen eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann
  • Kinder bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Hierzu zählen:
  1. Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnarztpraxen, medizinische Fachangestellte,
    b) psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, psychosoziale Notfallversorgung,
    c) stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe, ambulante Pflegedienste,
    d) Hebammen, Gesundheitsfachberufe,
    e) Herstellung-, Prüfung- und Transport von Arzneimitteln, Medizinproduktherstellung, Hygieneartikeln oder Desinfektionsmitteln,
    f) Apotheken und Sanitätshäuser,
    g) veterinärmedizinische Notfallversorgung;
  2. Sonstiger Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) Krankenkassen,
    b) Unterstützungsbereiche des medizinischen Gesundheits- und Pflegebereich (z. B. Reinigung, Wäscherei, Essensversorgung und Verwaltung);
  3. Staatliche Verwaltung:
    a) Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz,
    b) Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr (Berufsfeuerwehr, Schwerpunktfeuerwehren und Werksfeuerwehren), Katastrophenschutz, Verfassungsschutz,
    c) Agentur für Arbeit und Jobcenter,
    d) Behörden des Arbeits-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes,
    e) Straßenmeistereien und Straßenbetriebe,
    f) Finanzverwaltung,
    g) Hochschulen und sonstige wissenschaftliche Einrichtungen,
    h) Regierung und Parlament;
  4. Justizeinrichtungen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Notarinnen und Notare, Justiz-, Maßregel-, Abschiebungshaftvollzugsdienst;
  5. Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Krisen- und Konfliktberatung:
    a) Sicherstellung der Förderung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, der notwendigen Betreuung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (zum Beispiel Hilfen zur Erziehung) und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,
    b) notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Hilfe- und Schutzangebote für weitere schutzbedürftige Personen,
    c) Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratungspersonal des Frauen- und Kinderschutzes sowie sozialer Kriseninterventionseinrichtungen;
  6. Lebensmittelversorgung:
    a) Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, Lebensmittelhandel,
    b) Fischereiwirtschaft,
    c) Drogerien,
    d) Zulieferung und Logistik für Lebensmittel;
  7. Öffentliche Daseinsvorsorge:
    a) Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben,
    b) Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kraftstoffversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgung,
    c) Tankstellen
    d) Informationstechnik und Telekommunikation (Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze und der Kommunikationsinfrastruktur),
    e) Finanz- und Versicherungswesen (Bargeldversorgung, Zahlungsverkehr, Versicherungsdienstleistungen, Kreditvergabe), Steuerberaterinnen und Steuerberater,
    f) Öffentlicher Personennah- und Personenfern- sowie Güterverkehr, Flug- und Schiffsverkehr,
    g) Post- und Paketzustelldienste,
    h) Bestatterinnen und Bestatter,
    i) Sicherheitsdienste für die kritische Infrastruktur,
    j) Reinigungsdienste für die kritische Infrastruktur;
  8. Medien: insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation.

Zunächst muss eine Erklärung der Eltern vorliegen, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Zudem muss auch eine Erklärung des Arbeitgebers vorliegen, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig ist und die Präsenz am Arbeitsplatz unabdingbar ist. Bei selbstständig Tätigen, kann diese Erklärung durch eine Eigenerklärung ersetzt werden. Eltern müssen also zwei Formulare - die Selbsterklärung zur Notbetreuung und die Unabkömmlichkeitsbescheinigung – vorlegen. Erziehungsberechtigte erhalten entsprechende Formulare über die Schule.

Formulare und Erklärungen finden Sie auch auf der Webseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst.

Für die Entscheidung, ob das Kind die Notfallbetreuung der Schule besuchen darf, sind die Schulleitungen zuständig.

Wo finde ich die Formulare für die Notfallbetreuung?

Wenn Erziehungsberechtigte die Notfallbetreuung in der Schule in Anspruch nehmen wollen, müssen sie eine Unabkömmlichkeitserklärung – einschließlich der Bestätigung vom Arbeitgeber – vorlegen sowie erklären, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Selbstständige legen zur Unabkömmlichkeit eine entsprechende Eigenerklärung vor.
Dies bedeutet, dass jeweils zwei Formulare – die Selbsterklärung zur Notfallbetreuung und die Unabkömmlichkeitsbescheinigung – vorzulegen sind.

Selbsterklärung zur Notfallbetreuung

Unabkömmlichkeitsbescheinigung für Beschäftigte

Unabkömmlichkeitsbescheinigung für Selbstständige

Gibt es eine Testpflicht in Schulen?

Seit dem 28. April besteht eine Pflicht, dass mindestens zweimal wöchentlich ein Coronatest an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt werden müssen. Dies betrifft sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer. Die Durchführung dieses Tests ist die Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und weiteren Präsenzangeboten der Schule sowie für die Inanspruchnahme der Notbetreuung.

 Ein negatives Testergebnis kann in folgenden Formen beigebracht werden:

  1. Eine Bescheinigung aus einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder einer anderen zulässigen Stelle
  2. Eine Selbsterklärung über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest
  3. Durchführung eines Selbsttests unmittelbar nach Betreten des Schulgebäudes

Nur die Abschlussklassen sind von der Testpflicht befreit. Ihnen muss jedoch die Möglichkeit der Selbsttestungen vor den Prüfungen angeboten werden.

Bedienungsanleitungen zu den Selbsttests und Infomaterial finden Sie hier.

Vollständig geimpfte Personen, deren letzte erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, und genesene Personen, deren vorherige Coronainfektion mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt, sind von der Testpflicht befreit. Gleiches gilt auch für genesene Personen, die bereits eine Impfdosis verabreicht bekommen haben. Der Schulleitung ist ein Nachweis vorzulegen.

Wie ist das Verfahren bei einem positivem Testergebnis?

Ein positiver Selbsttest stellt zunächst nur einen Anfangsverdacht auf eine mögliche Infektion dar. In diesem Fall müssen folgende Schritte berücksichtigt werden:

1. Hat sich in der Schule eine Schülerin oder ein Schüler durch einen Selbsttest positiv auf Covid-19 getestet, findet zunächst eine Betreuung in einem gesonderten Raum statt. Aus diesem holt eine erziehungsberechtigte oder eine beauftragte Person die Schülerin oder den Schüler von der Schule ab. Volljährige Schülerinnen und Schüler haben in diesem Fall die Schule zu verlassen.

2. Sofern ein positives Testergebnis bei Schülerinnen und Schülern vor einer Prüfung vorliegt, nehmen sie am jeweiligen Prüfungstag nicht an der Prüfung teil. In diesem Fall ist die Teilnahme an der Prüfung am entsprechenden Nachschreibtermin vorgesehen.

3. Bei der positiv selbstgetesteten Schülerin bzw. dem Schüler lassen die Erziehungsberechtigten unverzüglich einen PCR-Test beim Hausarzt durchführen. Für volljährige Schülerinnen und Schüler gilt das gleiche Verfahren. Erst damit kann abschließend festgestellt werden, ob tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. Ein Nachweis über die ärztliche Konsultation ist zu erbringen.

4. Die Schülerin oder der Schüler bleibt in häuslicher Selbstisolation, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt.

5. Fällt dieser PCR-Test negativ aus, kann die Schülerin bzw. der Schüler die Schule wieder besuchen.

6. Fällt dieser PCR-Test positiv aus, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt vor Ort über das Kontaktmanagement und das weitere Vorgehen in der Schule.

Was muss ich machen, wenn mein Kind Krankheitssymptome hat?

Wenn Kinder Krankheitssymptome aufweisen, wie z. B. Fieber, dürfen sie nicht in die Schule geschickt werden. Zur Beurteilung, ob dies der Fall ist, können sich Eltern und Erziehungsberechtigte an der „Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE)“ orientieren. Fragen Sie in der Schule nach.

Handlungsempfehlungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE)

Kann Nachhilfeunterricht durchgeführt werden?

Ja, Nachhilfeunterricht kann weiterhin angeboten werden. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP- oder FFP2-Maske) und zum Einhalten des 1,5 Meter Abstandes zu anderen Personen! Zudem muss ein einrichtungsbezogenes Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt werden.

Fragen und Antworten zum Thema Kita:

Regelungen für den Kita-Betrieb ab dem 17.05.2021 - Mitteilung des Sozialministeriums

Welche Regelungen gelten aktuell für Kita's?

Vom 17.05.2021 an gilt ein neuer Kita-Stufenplan in Mecklenburg-Vorpommern. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 100 findet ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt. Alle Kinder dürfen die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen besuchen.
  • Liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100 und unter 165 gilt eine Schutzphase. In dieser dürfen nur diejenigen Kinder den Hort besuchen, die an den entsprechenden Tagen die Grundschule im Rahmen des Wechselunterrichts besuchen oder an der schulischen Notbetreuung teilnehmen. Als zusätzliche Schutzmaßnahme wird als Voraussetzung für den Besuch der Krippe, des Kindergartens oder der Kindertagespflegestelle durch die Kinder eine Testpflicht der Eltern eingeführt (Formular).

Nach den Aussagen der Epidemiologen, die mit dem Sozialministerium M-V das Infektionsgeschehen in der Kindertagesförderung kontinuierlich beobachten, werden die Infektionen von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Deshalb ist es konsequent, dass Eltern sich regelmäßig testen, um frühzeitig Infektionen zu erkennen. Mit diesem neuen Weg kann man gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass asymptomatische Kinder in der Kindertagesförderung nicht der Belastung von Tests ausgesetzt werden.

Wann darf mein Kind die Notfallbetreuung in der Kita besuchen?

Für die Kinderbetreuung haben in der Regel die Sorgeberechtigten bzw. die Pflegeeltern zu sorgen.

Sind Sie von einem der folgenden Ausnahmefälle betroffen, darf Ihr Kind die Notfallbetreuung in der Kita besuchen:

  • In Härtefällen (beispielsweise wegen einer Kindeswohlgefährdung als Folge einer familiengerichtlichen Entscheidung oder im Rahmen von Maßnahmen und Schutzplänen nach § 8a SGB VIII des Jugendamtes)
  • In begründeten Einzelfällen Kinder in stationären und teilstationären Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe
  • In begründeten Fällen von Alleinerziehenden, die alleine für die Pflege und Erziehung ihres Kind/ ihrer Kinder sorgen (im Sinne des § 30 SGB XII)
  • Kinder bei denen eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann
  • Kinder bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Hierzu zählen:
  1. Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnarztpraxen, medizinische Fachangestellte,
    b) psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, psychosoziale Notfallversorgung,
    c) stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe, ambulante Pflegedienste,
    d) Hebammen, Gesundheitsfachberufe,
    e) Herstellung-, Prüfung- und Transport von Arzneimitteln, Medizinproduktherstellung, Hygieneartikeln oder Desinfektionsmitteln,
    f) Apotheken und Sanitätshäuser,
    g) veterinärmedizinische Notfallversorgung;
  2. Sonstiger Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) Krankenkassen,
    b) Unterstützungsbereiche des medizinischen Gesundheits- und Pflegebereich (z. B. Reinigung, Wäscherei, Essensversorgung und Verwaltung);
  3. Staatliche Verwaltung:
    a) Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz,
    b) Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr (Berufsfeuerwehr, Schwerpunktfeuerwehren und Werksfeuerwehren), Katastrophenschutz, Verfassungsschutz,
    c) Agentur für Arbeit und Jobcenter,
    d) Behörden des Arbeits-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes,
    e) Straßenmeistereien und Straßenbetriebe,
    f) Finanzverwaltung,
    g) Hochschulen und sonstige wissenschaftliche Einrichtungen,
    h) Regierung und Parlament;
  4. Justizeinrichtungen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Notarinnen und Notare, Justiz-, Maßregel-, Abschiebungshaftvollzugsdienst;
  5. Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Krisen- und Konfliktberatung:
    a) Sicherstellung der Förderung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, der notwendigen Betreuung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (zum Beispiel Hilfen zur Erziehung) und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,
    b) notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Hilfe- und Schutzangebote für weitere schutzbedürftige Personen,
    c) Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratungspersonal des Frauen- und Kinderschutzes sowie sozialer Kriseninterventionseinrichtungen;
  6. Lebensmittelversorgung:
    a) Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, Lebensmittelhandel,
    b) Fischereiwirtschaft,
    c) Drogerien,
    d) Zulieferung und Logistik für Lebensmittel;
  7. Öffentliche Daseinsvorsorge:
    a) Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben,
    b) Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kraftstoffversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgung,
    c) Tankstellen
    d) Informationstechnik und Telekommunikation (Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze und der Kommunikationsinfrastruktur),
    e) Finanz- und Versicherungswesen (Bargeldversorgung, Zahlungsverkehr, Versicherungsdienstleistungen, Kreditvergabe), Steuerberaterinnen und Steuerberater,
    f) Öffentlicher Personennah- und Personenfern- sowie Güterverkehr, Flug- und Schiffsverkehr,
    g) Post- und Paketzustelldienste,
    h) Bestatterinnen und Bestatter,
    i) Sicherheitsdienste für die kritische Infrastruktur,
    j) Reinigungsdienste für die kritische Infrastruktur;
  8. Medien: insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation.

Zunächst muss eine Erklärung der Eltern vorliegen, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Zudem muss auch eine Erklärung des Arbeitgebers vorliegen, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig ist und die Präsenz am Arbeitsplatz unabdingbar ist. Bei selbstständig Tätigen, kann diese Erklärung durch eine Eigenerklärung ersetzt werden.

Für die Entscheidung, ob das Kind die Notfallbetreuung der Kita besuchen darf, sind die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig. Diese können die Entscheidungsbefugnis auch auf die Leitung der Kindertageseinrichtung übertragen.

Wo finde ich die Formulare für die Notfallbetreuung in den Kita's?

Zunächst muss eine Erklärung der Eltern vorliegen, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Zudem muss auch eine Erklärung des Arbeitgebers vorliegen, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig ist und die Präsenz am Arbeitsplatz unabdingbar ist. Bei selbstständig Tätigen, kann diese Erklärung durch eine Eigenerklärung ersetzt werden.

Selbsterklärung der Eltern

Unabkömmlichkeitsbescheinigung für Beschäftigte

Unabkömmlichkeitsbescheinigung für Selbstständige

Kommen Schnell- oder Selbsttests in der Kita zum Einsatz?

Testung von Beschäftigten

Den Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern zwei Test pro Woche kostenlos zur Verfügung gestellt. Die regelmäßige Testung wird dringend empfohlen, um die Pandemie einzudämmen. Sollte der Schnell- oder Selbsttest positiv ausfallen, müssen Sie eine PCR-Untersuchung vornehmen lassen und sich bis zu dem Ergebnis in Quarantäne begeben. Sollte der PCR-Test negativ ausfallen sind Sie von der Quarantäne befreit. Anderenfalls müssen Sie das Gesundheitsamt kontaktieren und in der Quarantäne bleiben.

Beschäftigte, die Krankheitssymptome von COVID-19 (z. B. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Fieber, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns) aufweisen, müssen bis zum negativen PCR-Testergebnis zu Hause bleiben und dürfen bis zum Vorliegen des Testergebnisses nicht tätig werden. Ein negativer Selbst- oder Schnelltest ist insoweit nicht ausreichend.

Testung von Kindern

Flächendeckende Testungen von Kindern in Kindertageseinrichtungen sind bislang in der Teststrategie des Landes nicht berücksichtigt worden, da die bisher zugelassenen Tests noch keine Empfehlung für die Anwendung an kleinen Kindern haben und eine regelmäßige Testung von gesunden Kindern eine zu hohe Belastung für die Kinder bedeuten würde.

Was muss ich beachten, wenn mein Kind Krankheitssymptome hat?

Für Kinder mit COVID-19-Symptomen findet die Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) Anwendung.

Kinder, die
- respiratorischer Symptome jeder Schwere wie Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht), Halsschmerzen, Schnupfen (nicht durch Heuschnupfen oder Allergie verursacht), Fieber (≥ 38,5 °C bei Kleinkindern, ≥ 38 °C bei Hortkindern),
- Kopfschmerzen,
- Gliederschmerzen,
- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns,
- Durchfall oder Erbrechen
aufweisen, sind von der Kindertagesförderung in der Kindertageseinrichtung bzw. der Kindertagespflegestelle ausgeschlossen.

Sofern die Symptome während des Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung, bei der Kindertagespflegeperson oder in der Schule auftreten, ist das Kind sofort zu separieren, die Eltern sind zu informieren und das Kind ist schnellstmöglich abzuholen.

Es ist grundsätzlich immer beim Auftreten der oben genannten Symptome eine Vorstellung beim Haus- oder Kinderarzt bzw. -ärztin sowie die diagnostische Abklärung mittels PCR-Test (oder alternativ mittels anderem Nukleinsäurenachweis) notwendig.

Warum dürfen Kinder mit Schnupfen oder Husten nicht mehr in die Kita gehen?

Aufgrund der britischen Mutation B.1.1.7 des SARS-CoV-2-Virus erkranken auch verstärkt Kinder an COVID-19. Häufig haben diese jedoch mildere Symptome. Schnupfen ist nach dem RKI bei Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren in 23 % und ab 5 Jahren in 30 % der Fälle ein Symptom für COVID-19.

Es ist zu beobachten, dass sich das Infektionsgeschehen in der 3. Welle der Pandemie auch in Kindertageseinrichtungen niederschlägt. Den aktuellen Meldedaten kann man entnehmen, dass die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern im Alter zwischen 0 und 5 Jahren in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen ist und der Anteil von Kindern dem Anteil an Neuinfektionen bei Erwachsenen zwischen 35-59 Jahren entspricht. Vor Beginn der dritten Welle lag der Anteil der Fälle der 0- bis 5-Jährigen immer deutlich unter der Neuerkrankungsrate von Erwachsenen. Deshalb sollen gezielt die Testungen für symptomatische Kinder ausgeweitet werden und dabei qualitativ hochwertige Verfahren wie die PCR Testungen durchgeführt werden.

In der Folge wurde die Handlungsempfehlung angepasst. Sie sind ab dem 12.04.2021 zwingend zu beachten und anzuwenden.

Bekomme ich eine Entschädigung, wenn die Kita geschlossen ist?

Seit dem 30.03.2020 gilt die Regelung zur Eltern-Entschädigung in der Corona-Krise. Wer durch die Betreuung eines Kindes z. B. aufgrund einer behördlichen Quarantäneanordnung nicht arbeiten kann und deshalb Verdienstausfall hat, erhält vom Arbeitgeber für maximal sechs Wochen 67 Prozent vom Nettolohn.

Nähere Informationen und die Antragsformulare befinden sich auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.

Wo bekomme ich Infomationen zum Kinderkrankengeld?

Damit Eltern ihre Kinder besser zu Hause betreuen können, ist die Regelung zu den Kinderkrankentagen ausgeweitet worden (30 statt 10 Tage pro Elternteil in 2021, Alleinerziehende 60 statt 20 Tage). Kinder müssen auch nicht vom Arzt krankgeschrieben werden. Eine Bescheinigung der Kindertageseinrichtung ergänzt den entsprechend bei der Krankenkasse.
Die Musterbescheinigung können Sie sich hier herunterladen: Download

Nähere Informationen erhalten Sie in denFAQs des Bundesministeriums für Bildung, Senioren, Frauen und Jugend.

Was passiert bei einem positiven Corona-Fall in der Kita?

Bei einem bestätigten COVID-19-Fall in einer Kindertageseinrichtung oder einer Kindertagespflegestelle, ist dies kein Grund zur Panik. Sowohl die Kindertageseinrichtung mit ihrem Hygieneplan als auch das Gesundheitsamt haben für solche Fälle feste Abläufe, über die in dem Flyer „Corona-Fall in der Kita - Handlungsempfehlungen für Eltern“ vom 25. November 2020 informiert wird

Mein Kind ist in Quarantäne/Isolation. Darf ich als Elternteil zuhause bleiben?

Wenn Ihr Kind an COVID-19 erkrankt ist, befindet es sich in Isolation. Somit müssen alle Mitglieder des Hausstandes auch zuhause bleiben und sich in Quarantäne (krankheitsverdächtig) begeben.

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn Sie wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können.

Zunächst muss Ihr Kind für 14 Tagen in häusliche Quarantäne.

Wichtig ist, Ihrem Kind in alters­gerechten Worten die aktuelle Situation zu erklären und warum gewisse Maßnahmen aktuell durchgeführt werden müssen.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind auch in der häuslichen Quarantäne Bewegung und bieten Sie ihm die Möglichkeit, sich auch geistig zu betätigen, z. B. durch Malen, Rätsel lösen oder andere Aufgaben.

Die Quarantäne endet, wenn Ihr Kind für 48 Stunden symptomfrei ist und wenn am 14. Tag ein negatives Testergebnis mit einem Schnelltest durch Fachpersonal schriftlich attestiert werden. Ihr Kind kann dann wieder in der KiTa aufgenommen werden.

Wenn Ihr Kind als Kontaktperson zu einem Covid-19-Fall in Quarantäne gesetzt wird, kann ein Elternteil zuhause bleiben, um die Versorgung des Kindes (bis zum Alter von 12 Jahren) zu gewährleisten.

Alle Details zur Antragstellung finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.