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10.08.2020

Informationen des Gesundheitsamtes zur Blaualgen-Bildung

Starke Verbreitung bei hohen Wassertemperaturen

Bei der derzeitigen Wetterlage kann es zu einer starken Vermehrung von den natürlicherweise in der Ostsee vorkommenden Cyanobakterien (Blaualgen) kommen. Diese "explosionsartige Blaualgenblüte“ kann vor allem bei hohen Wassertemperaturen auftreten und zu geruchlichen und ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Die Ansammlungen der Cyanobakterien sind sehr wind- und wetterabhängig und können sich deshalb innerhalb weniger Stunden verändern.

Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen. Besonders bei empfindlichen Personen sind bei Berührungen Haut- und Schleimhautreizungen sowie allergische Reaktionen möglich. Bei Verschlucken großer Mengen algenhaltigen Wassers sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Fieber möglich.

Die Badenden müssen beachten, dass durch die Algenteppiche an der Oberfläche die Sichttiefe im Wasser deutlich eingeschränkt ist und unter 1 Meter liegt. Kommt es zu einer Massenvermehrung von Cyanobakterien werden in Absprache mit den Betreibern Warnhinweise an der Badestelle für die Badenden ausgehangen.

Das Aussprechen von befristeten Badeverboten kann bei konstanter Wetterlage und einer hohen Algenbelastung in Erwägung gezogen werden. Badeverbote sprechen die örtlich zuständigen Ordnungsbehörden auf Veranlassung des Gesundheitsamtes aus. Wichtiger als Badeverbote sind Informationen und Wissensvermittlung! Bereits zu Beginn der Badesaison versendet das Gesundheitsamt an die Betreiber jedes Jahr die notwendigen Hinweise und Aushänge. Alle Badestellenbetreiber werden gerade vom Gesundheitsamt aufgefordert dieses Material auszuhängen. Diese Informationsvermittlung ist auch im Hinblick auf die Verbreitung von Vibrionen relevant!

Unter den folgenden Links hat das LAGuS zahlreiche Informationen zum Thema bereit gestellt: