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Antigen-Schnelltests

Bei den Antigen-Testverfahren werden die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachgewiesen. Sie funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Abstrich aus der vorderen Nase oder dem Nasen- Rachenraum, aber auch Speichel- oder Gurgelproben, auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigen-Schnelltests und Selbsttests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Selbsttests und Antigen-Schnelltests sind aber weniger sensitiv als ein PCR-Test, weshalb eine Infektion mit dem Coronavirus auch bei einem negativen Testergebnis vorliegen kann.

Muss ich für einen Coronatest jetzt selber bezahlen? 

Der Bund beendet am 11. Oktober 2021 das Angebot der kostenlosen Coronatests für alle Bürger, da bis dahin allen Bürgern und Bürgerinnen ein kostenloses Impfangebot unterbereitet werden kann. Das bedeutet, dass der 10. Oktober der letzte Tag ist an dem sie sich kostenlos testen lassen können!

Für Personen, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren), wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben. Welche Personengruppen das betrifft, erfahren Sie in einer der nächsten Fragen.

Wer kann auch ab dem 11. Oktober sich weiterhin kostenlos testen lassen? 

Folgende Personen haben auch nach dem Ende der allgemeinen Bürgertestung am 11. Oktober 2021 die Möglichkeit sich mindestens einmal die Woche kostenlos mit einem Schnelltest testen zu lassen:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, da die Ständige Impfkommission für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testmöglichkeit besteht auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war.
  • Personen, die sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben mussten, können sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.
  • Bis zum 31. Dezember 2021 können sich alle, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind, kostenlos testen lassen. Das Gleiche gilt auch für Schwangere. Zwar besteht für diese Personen seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der ständigen Impfkommission. Um diesen Personen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung.
  • Auch Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden, können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen.
  • Außerdem können Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, sich kostenlos mittels Schnelltest testen lassen.

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Schnelltest?

Beachten Sie hierbei das Informationsschreiben des Gesundheitsamtes zum Verhalten nach einem positiven Schnelltest.

Der kurze Ablauf:

Ein positives Ergebnis muss zwingend mittels einem PCR -Test verifiziert werden. Insofern ein positives Schnell- oder Selbsttestergebnis vorliegt, begeben Sie sich vor-sorglich in Quarantäne und nehmen Sie telefonisch Kontakt zu Ihrer Hausarztpraxis auf. Wenn Sie keinen Hausarzt haben, nutzen Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung die Suchfunktionen "Arztsuche" oder "Ärztlicher Bereitschaftsdienst" oder wählen Sie die Rufnummer 116117.

a) Sollte der PCR-Test Ihr positives Testergebnis bestätigen, müssen Sie sich für mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben. Den Personen ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Es ist insbesondere nicht gestattet, Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen zu betreten.

b) Sollte der PCR-Test negativ sein, endet die Quarantäne mit diesem Ergebnis.

Darf ich das negative Testergebnis meines Arbeitgebers auch für weitere Einrichtungen/ Dienstleistungen nutzen?

Ja, das ist möglich, wenn der Arbeitgeber oder Dienstherr eine entsprechende Bescheingung ausstellt, was auf Wunsch des Arbeitnehmers erfolgen muss. Der Test gilt dann 24 Stunden. Bescheinigt werden dürfen Schnell- und Selbsttests. Der Nachweis muss folgende Angaben erhalten:

1. Ort und Name des Arbeitsgebers

2. Datum und Uhrzeit des Abstrichs

3. Name und Anschrift der oder des Gestesteten

4. Bestätigung, dass die getestete Person im Unternehmens beschäftigt ist

5. Testergebnis

6. Art und Name des durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Tests

Bitte bewahren Sie das Dokument über die Testzertifizierung 4 Wochen auf, da es auf Verlangen der zuständigen Gesundheitsbehörde herauszugeben ist!

Kann auch ein Selbsttest für eine Einrichtung/Dienstleistung direkt vor Ort durchgeführt werden?

Ja, das ist möglich. Dieser Test ist dann aber nur für diese eine testpflichtige Einrichtung, Dienstleistung oder dieses eine Geschäft bzw. diese eine Leistung gültig, danach verliert das Testergebnis seine Gültigkeit! Weitere Besorgungen oder Erledigungen, bei denen ein negatives Testergebnis vorgewiesen muss, sind mit diesem Testergebnis dann nicht möglich. Der Test kann entweder mitgebracht oder zur Verfügung gestellt werden. Vor Ort sind folgende Daten zu erfassen.

1. Ort und Name des testveranlassenden Unternehmens bzw. der Einrichtung und der beauftragten Person

2. Datum und Uhrzeit des Abstrichs

3. Name und Anschrift der gestesteten Person

4. Testergebnis

5. Art und Name des durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Tests

Bitte bewahren Sie das Dokument über die Testzertifizierung 4 Wochen auf, da es auf Verlangen der zuständigen Gesundheitsbehörde herauszugeben ist!

Wie lange muss ich mein Test-Zertifikat aufbewahren?

Die Durchführung der Testungen sind durch die Ausstellenden zu dokumentieren und die entsprechenden Unterlagen oder Dateien mindestens vier Wochen aufzubewahren und nur der zuständigen Gesundheitsbehörde auf Verlangen vollständig herauszugeben. Die Daten dürfen zu keinem anderen Zweck, insbesondere nicht zu Werbezwecken, weiterverarbeitet werden. Die Bescheinigungen sind so zu verwahren, dass die personenbezogenen Daten für Dritte, insbesondere andere Kundinnen und Kunden, nicht zugänglich sind. Wenn sie nicht von der Gesundheitsbehörde angefordert werden, sind die Bescheinigungen unverzüglich nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist zu vernichten. Die Personen, die die Bescheinigungen ausfüllen, sind verpflichtet, vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen.

    


22.04.2021