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Gemeinde Ummanz gewinnt Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«

Landrat Dr. Stefan Kerth spricht Glückwünsche aus

Nachdem die Gemeinde Ummanz am Ende des vergangenen Jahres den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat, nahm sie als Landkreissieger am 11. Landeswettbewerb teil. Am vergangenen Wochenende überzeugte Ummanz die fachkompetente Bewertungskommission und setzte sich gegen die Gemeinden Barnin, Ferdinandshof, Grambow, Groß Wokern und Jabel durch. Als Landessieger vertritt die Gemeinde Ummanz das Land Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 beim 27. Bundeswettbewerb.

Begehung der Gemeinde Ummanz © Gemeinde Ummanz
Begehung der Gemeinde Ummanz © Gemeinde Ummanz

„Ich gratuliere der Gemeinde Ummanz. Ich freue mich sehr, dass der Landessieger des Wettbewerbs eine Gemeinde im schönsten Landkreis Deutschlands ist. Ummanz hat die Bewertungskommission mit gemeinschaftlichen generationenübergreifenden Aktivitäten und Veranstaltungen sowie dem Zusammenhalt in der Gemeinde und dem großen Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner überzeugt. Ein gutes Beispiel, welches durch das gemeinsame Agieren kommunaler, kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Initiativen zeigt, wie eine abgestimmte gemeindliche Entwicklung vorangetrieben werden kann. Ich drücke der Gemeinde Ummanz ganz fest die Daumen für den Bundeswettbewerb“, beglückwünscht Landrat Dr. Stefan Kerth die Gemeinde Ummanz.

Am Samstag nahmen Heike Sommerlatt und Thomas Möhnke, beide sind im Fachdienst Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung des Landkreises tätig, als Vertreter des Landkreises Vorpommern-Rügen an der Begehung der Bewertungskommission teil. Zur Bewertungskommission gehörten Vertreterinnen und Vertreter der Architektenkammer, des Landkreistages, des Städte- und Gemeindetages, des Landschaftspflegeverbandes und des Wirtschaftsministeriums M-V. Sie wurde bereits bei der Ankunft von wichtigen Akteuren der Gemeinde begrüßt - die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hatten Aufstellung genommen und der Verein Traditionelles Brauchtum Ummanz e. V. intonierte auf Plattdeutsch das Lied „Mine Heimat“.

Thomas Möhnke berichtet Folgendes von dem Tag der Begehung der Bewertungskommission: Drei Stunden können eine lange Zeit sein - jedoch auch ziemlich kurz, wenn es darum geht, einer Jury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Vorzüge einer Gemeinde mit 16, auf fast 41 km² verteilten, Orten zu präsentieren.

Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Ummanz © Gemeinde Ummanz
Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Ummanz © Gemeinde Ummanz

Die Gemeinde Ummanz konnte sich als letzte Gemeinde der Landkreissieger präsentieren und beendete damit ein mehrwöchiges Auswahlverfahren. Das Gemeindeleben wurde in einer eindrucksvollen Präsentation des Netzwerks „Rügeninsel Ummanz“ e. V., in der zahlreiche Akteure der Gemeinde zu Wort kamen, theoretisch vorgestellt. Eine Vielzahl sportlicher und kultureller Aktivitäten, sowohl von Vereinen, aber auch von Einwohnerinnen und Einwohnern organisiert, Maßnahmen des Umwelt- und Klimaschutzes, wie der Ummanz Subbotnik, „Ummanz summt“ mit Blühstreifen in verschiedenen Orten der Gemeinde oder die „Nussbaum-Aktionsgruppe“, die die Schutzhütte Lieschow hegt und pflegt, zeigten das Bild einer aktiven lebendigen Gemeinschaft.

Zu dieser Gemeinschaft möchten immer mehr Menschen gehören. Die Bevölkerungsentwicklung zeigt einen Zuwachs von 13 Prozent - im Jahr 2021 zählte die Gemeinde Ummanz 542 Einwohnerinnen und Einwohner, aktuell sind es 613. Dafür, diese Region nicht nur als Urlaubsregion sondern auch als Lebensmittelpunkt zu sehen, sprechen z. B. das Glasfasernetz mit schnellem Internet oder der E-Bürgerbus der Gemeinde, mit dem Arztbesuche oder Fahrten zu Veranstaltungen organisiert werden.

Teilhabe wird GROß geschrieben - das war während der abschließenden Rundtour über die Insel Ummanz und die Halbinsel Lieschow zu erleben, beispielsweise beim Zusammentreffen mit der Wandergruppe der Gemeinde. Pia Boni, Netzwerkmanagerin beim „Rügeninsel Ummanz e. V.“ und Mitgründerin von DeafVentures, ein Wasserportanbieter, bei dem Gehörlose per Gebärdensprache Kitesurfen lernen, konnte zu fast jedem Einwohner, der auf der Tour getroffen wurde, eine Geschichte erzählen.

Als letzter Teilnehmer ins Rennen zu gehen hat einen großen Vorteil. So blieb nicht viel Zeit zum Zittern. Schon zwei Tage nach der Vorstellung erhielt Holger Kliewe, der Bürgermeister der Gemeinde, durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft und ländliche Räume und Umwelt die Nachricht über den ersten Platz im Landeswettbewerb. Besonders gute Ergebnisse wurden in den Bereichen soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung- und Entwicklung sowie Grüngestaltung erzielt.

Verein Traditionelles Brauchtum Ummanz e. V. © Gemeinde Ummanz
Verein Traditionelles Brauchtum Ummanz e. V. © Gemeinde Ummanz

Holger Kliewe ist mächtig stolz: „Wir freuen uns riesig über den Erfolg beim Wettbewerb. Dies war nur als Teamleistung aller Akteure möglich. Besonders bedanken möchte ich mich beim Netzwerk „Rügeninsel Ummanz“ e. V., bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und bei den Mitgliedern des Vereins „Traditionelles Brauchtum Ummanz e. V.“, aber auch bei vielen weiteren Vereinen und Initiativen. Ohne diese Akteure hätte es eine Bewerbung nicht gegeben. So ist ein Bürgermeister ohne Feuerwehr doch wie ein Mensch ohne Arme.“

Der Bürgermeister denkt schon weiter: „Diese Ehrung spornt uns an, weitere Projekte und Ideen, die noch auf eine Umsetzung warten, anzugehen. Für die Teilnahme am Bundeswettbewerb im kommenden Jahr wollen wir dann noch besser vorbereitet sein.“

Der Wettbewerb wird alle drei Jahre ausgerufen. Träger des Wettbewerbes ist je nach Ebene der Kreis, das Land oder der Bund.

Ziel des Wettbewerbes:

  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Entwicklung gemeinschaftlicher Perspektiven und Erschließung von Innovationspotenzialen
  • Stärkung der dörflichen Identität
  • Erhaltung und Pflege von Natur und Umwelt

Teilnahmeberechtigt sind alle politisch selbständigen Gemeinden oder räumlich geschlossene Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3.000 Einwohnern.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: Dorfwettbewerb - Landesausscheid 2022 gestartet - Regierungsportal M-V (regierung-mv.de), BMEL - Wettbewerb «Unser Dorf hat Zukunft«

Autor: Landkreis Vorpommern-Rügen