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Welche Informationen werden konkret gesammelt?

Informationen werden durch zwei Methoden gesammelt: die syndromische und die virologische Überwachung. Über die beiden Verfahren ist es möglich, ganz unterschiedliche Informationen zu erlangen.

Die syndromische Überwachung erfasst Personen mit ARE-Symptomen in Sentinelpraxen. Es werden also Daten zu Personen gesammelt, die zur gleichen Zeit typische akut respiratorische Krankheitszeichen aufweisen und deshalb zum Arzt gehen. Durch das Hochrechnen auf 100.000 Personen oder die Gesamtbevölkerung kann somit festgestellt werden, wie verbreitet akute Atemwegserkrankungen in einer Bevölkerung oder innerhalb einer bestimmten Bevölkerungsgruppe sind. 

Bei den Sentinelpraxen, die diese Daten erfassen, handelt es sich um Arztpraxen, die freiwillig im Rahmen der ARE-Überwachung teilnehmen und repräsentative Daten zur Verbreitung von der genannten Symptomatik in der Bevölkerung erheben. Die teilnehmenden Praxen stammen  größtenteils aus den Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Hals-Nasen-Ohren- oder Kinder-Heilkunde.

Mit der virologischen Überwachung wird festgestellt, welche Erreger und Subtypen sich im Umlauf befinden und wie häufig diese jeweils auftreten. Hierbei werden in den Sentinelpraxen von Personen mit ARE-Symptomen Abstriche entnommen. Diese werden dann später im Labor untersucht, um die Erkrankung und die Erreger festzustellen.

Im Rahmen der zwei Überwachungstypen werden somit einerseits Daten zur Prävalenz (die Häufigkeit einer Krankheit oder eines Symptoms in einer Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt) von akuten Atemwegserkrankungen insgesamt und andererseits zu den einzelnen Erregern und Subtypen erfasst. Es werden auch Informationen zu den Altersgruppen, zum Geschlecht und teilweise noch weitergehende Informationen gesammelt, die dabei helfen, eine mögliche pandemische Lage zu beurteilen und Strategien zur Bewältigung von derartigen Pandemien zu entwickeln.