Expertenrunde "RegioStrat" - Impulse für Zukunftsstrategie im Wirtschaftsraum Vorpommern
Wie kann sich der gemeinsame Wirtschaftsraum Vorpommern und das östliche Mecklenburg zukunftsfest aufstellen? Mit dieser Leitfrage hat sich jetzt eine Expertenrunde aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsförderungen der Landkreise und des Landes, der Industrie- und Handelskammern, der Regionalplanung sowie des Regionalmarketings erstmals gemeinsam befasst. Anlass war die gemeinsame Diskussion der Ergebnisse der Standortanalyse im Rahmen des gemeinsamen „RegioStrat“-Projektes.
„RegioStrat“ steht für Förderung strategischer Regionalentwicklungskonzepte und ist ein Förderprogramm vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Im Rahmen des gemeinsamen Förderprojektes trafen sich die Projektbeteiligten Ende Januar 2026 zu einer erneuten Expertenrunde.
An der Expertenrunde beteiligt waren die drei Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte, der Regionale Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte, die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH, der Regionalmarketing und -entwicklung Vorpommern e.V. sowie die IHK Neubrandenburg.
Im Mittelpunkt dessen standen die Präsentation zentraler Analyse-Ergebnisse sowie die Ableitung von Handlungsbedarfen für die Region, präsentiert durch das beauftragte Beratungsunternehmen LennardtundBirner GmbH. Auf Basis der Analyse-Ergebnisse wurden mehrere Handlungsfelder identifiziert, die als Arbeitsgrundlage für den weiteren Strategieprozess dienen sollen. Neben strategischen Ansiedlungen und einem gemeinsamen Gewerbeflächen-Management wurden die Stärkung der wirtschaftlichen Kompetenzfelder, der Innovationskraft der Region sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit als zentrale Handlungsfelder ausgemacht. Darüber hinaus soll eine wirtschaftliche Profilierung der Region sowie ein Standortmarketingkonzept in Angriff genommen werden.
Karen Hoppenrath, Fachdienstleiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis Vorpommern-Rügen und Koordinatorin des gemeinsamen RegioStrat-Projektes ist mit dem bisherigen Projektverlauf zufrieden. “Wir erhoffen uns eine auf die wirtschaftlichen Kompetenzfelder fokussierte und detaillierte Wirtschaftsstrategie und legen in diesem Entwicklungsprozess besonderen Wert auf den fachübergreifenden Austausch zwischen Wirtschaftsförderung, Regionalplanung und Standortmarketing“, so Karen Hoppenrath.
In den kommenden Wochen werden dann die Landkreisanalysen gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungen vertieft. Darauf aufbauend sollen die Handlungsfelder weiter ausgearbeitet, mit konkreten Zielen und Projektideen unterlegt und im Rahmen von Workshops gemeinsam diskutiert werden. Parallel startet die Entwicklung eines Standortmarketingkonzepts als eigenes Teilprojekt, einschließlich einer Standortmarketing-Analyse.
Weitere geplante Schritte sind eine Bürgerbefragung, eine Befragung der polnischen Projektpartner sowie eine zweite Expertenrunde im April 2026. Die Ergebnisse des Gesamtprozesses sollen anschließend den Verwaltungsspitzen vorgestellt werden.
