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Meilensteintreffen des Projekts KRISENFIT in Stralsund

KRISENFIT
KRISENFIT

Situationen wie das Einwanderungsaufkommen 2015/16, die Covid-19 Pandemie, die Gas-Mangellage und viele andere Ereignisse stellen Kommunen vor große Herausforderungen, denn sie sind für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger verantwortlich.
Kommunen widerstandsfähig machen, um auch in schwierigen und dynamischen Situationen handlungsfähig zu sein – das ist KRISENFIT. Das Projekt zielt darauf ab, kommunalen Akteuren Strategien und Instrumente zur Erhaltung und Stärkung ihres Krisenmanagements und ihrer Resilienz an die Hand zu geben, um in kritischen Lagen im Zusammenwirken mit anderen Kräften handlungsfähig zu sein.

Nach anderthalb Jahren intensiver Projektarbeit hat der Landkreis Vorpommern-Rügen das Meilensteintreffen des Projekts „Krisenfitte Kommunalverwaltungen – Strategien und Instrumente zur Vorbereitung auf multiple Lagen“ (KRISENFIT) im OZEANEUM ausgerichtet. Hierfür kamen am 16./17.03.2026 viele Projektpartner, sowie Praxisvertreterinnen und -vertreter zusammen, um zentrale Projektergebnisse zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Als Modellregion war der Landkreis Vorpommern-Rügen aktiv in die Planung und Durchführung der Veranstaltung eingebunden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landrat Dr. Stefan Kerth, der in seiner Ansprache die besondere Bedeutung des Themas hervorhob. Angesichts zunehmender Herausforderungen – von Naturereignissen bis hin zu gesellschaftlichen Krisen – sei es entscheidend, frühzeitig vorzusorgen und Strukturen zu stärken. Das Projekt „Krisenfit“ leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es Wissen bündelt und Akteure vernetzt. Kerth betonte: „Krisenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der Austausch untereinander ist dabei unerlässlich – wir können voneinander lernen und gemeinsam besser vorbereitet sein.“


Im Fokus standen unter anderem die Bedeutung sozialer Kompetenzen für ein erfolgreiches Krisenmanagement, die Demonstration und Evaluation eines Selbstevaluationstools für Kommunen sowie die Analyse von Erkenntnissen aus dem Stromausfall in Berlin im Januar 2026.
Neben fachlichen Impulsen und interaktiven Workshop-Phasen bot die Veranstaltung Raum für intensiven Austausch und praxisnahe Diskussionen. Abgerundet wurde das Programm durch die Präsentation der bisherigen Projektergebnisse sowie einen gemeinsamen Ausblick auf die zweite Projekthälfte.

Partner im Projekt sind: Universität Wuppertal; Freie Universität Berlin- Katastrophenforschungsstelle (KFS); Stadt Duisburg; Landkreis Vorpommern-Rügen; Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen, Münster, sowie die Innenministerien der Länder Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein; das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern (Kreisverbindungskommando LK V-R); die Städte Wuppertal, Celle; die Kreis Warendorf, Ludwigslust-Parchim; die Gemeinde Schönkirchen; die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW; die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement; Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge e.V.

Ein besonderer Dank gilt der wissenschaftlichen Begleitung sowie der Ausgestaltung der Vorträge und Workshops durch Katastrophenforschungsstelle Berlin und die Bergische Universität Wuppertal. Darüber hinaus wird Laura Schulz von der Universitätsmedizin Rostock für ihren Gastvortrag gewürdigt, in dem sie ihre Masterarbeit zum Thema „Zwischen Eigenvorsorge und überörtlicher Zuständigkeit: Krisenmanagement in Landgemeinden am Beispiel Sarnow (Vorpommern)“ vorstellte.

24.03.2026