Neustart mit klarer Perspektive:
Sven Heise übernimmt Geschäftsführung der Bodden-Kliniken
Seit dem 1. Januar 2026 steht die Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH unter neuer Leitung: Sven Heise (MBA) hat die Geschäftsführung übernommen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen als Gesellschafter setzt damit in einer Phase hoher Systemdynamik auf Managementerfahrung, die operative Stabilisierung und strategische Weiterentwicklung miteinander verbindet. Landrat Dr. Stefan Kerth betont die Bedeutung der Kliniken für die regionale Daseinsvorsorge.
„Die Bodden-Kliniken sind für Vorpommern-Rügen und die Ostsee-Bodden-Region ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung – für die Menschen, die hier leben, und für die Gäste unserer Region“, sagt Landrat Dr. Stefan Kerth. „Gerade unter den Bedingungen der Krankenhausreform braucht es Führung, die neue Akzente setzt: Versorgungssicherheit, Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Mit Sven Heise gewinnen wir dafür eine erfahrene Führungspersönlichkeit.“
Auch Kathrin Meyer, 1. Beigeordnete und Stellvertreterin des Landrats, zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bodden-Kliniken, verbindet mit dem Wechsel ein positives Zukunftsbild: „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Krankenhaus mit seinen Einrichtungen, mit der neuen Geschäftsführung und der Expertise unserer hoch engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestens gerüstet ist. Gemeinsam werden wir die Herausforderungen der aktuellen Reformen meistern und unser Haus als modernen, zukunftsorientierten Gesundheitsstandort sichern.
Landrat Stefan Kerth nutzt den Anlass zudem für einen Dank an die bisherige kommissarische Führung: „Herr Holger Wilcke hat nach dem Weggang des vorherigen Geschäftsführers zusätzlich Verantwortung übernommen und die Bodden-Kliniken in einer anspruchsvollen Phase verlässlich geführt. Dafür danke ich ihm.“ Wilke bleibt als Verwaltungsdirektor auch künftig Teil des neuen Führungsteams der Bodden-Kliniken.
Heise selbst knüpft in seiner Antrittsbotschaft an den Kern der aktuellen Herausforderungen an – und an die Stärke des Hauses: „Ich übernehme diese Aufgabe mit großem Respekt vor der täglichen Arbeit der Mitarbeitenden und vor der Verantwortung, die wir gemeinsam für die Menschen in der Region und ihre Gäste tragen.“ Ziel sei, die Versorgung zu sichern und die Organisation so weiterzuentwickeln, „dass wir auch unter den veränderten Rahmenbedingungen der Krankenhausreform dauerhaft leistungsfähig bleiben“. Intrinsische Motivation, Medizinische Qualität, gute Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Stabilität seien dabei „keine Gegensätze, sondern wechselseitige Voraussetzungen“.
Der neue Geschäftsführer bringt langjährige Leitungserfahrung aus mehreren Stationen des Gesundheitswesens mit: Heise war kaufmännischer Leiter der Lausitz Klinik Forst, anschließend Geschäftsführer der Malteser Sachsen-Brandenburg GmbH und zuletzt Leiter der kaufmännischen Direktion der Ernst-von-Bergmann-Gruppe, dem größten Krankenhausverbund im Land Brandenburg. In diesen Rollen verantwortete er unter anderem Sanierungs- und Masterplanprogramme, die Weiterentwicklung ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen sowie die Umsetzung großer Veränderungsprojekte – einschließlich Digitalisierungsvorhaben.
Heise beschreibt die strategische Linie als Entwicklung, nicht als Bruch: Die Bodden-Kliniken sollen die Akutversorgung zuverlässig absichern und gleichzeitig kooperativ-vernetzte Versorgungsmodelle ausbauen. Damit reagiert das Haus auf die strukturellen Effekte der Reform, den Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Resilienz und Strukturqualität.
„Unser Leitmotiv lautet: Vom Akutversorger zum Gestalter regionaler Gesundheit“, so Heise. „Das heißt: Wir stärken die Versorgung im Alltag – und gestalten Strukturen, Kooperationen und Prozesse so, dass wir langfristig stabil bleiben.“ Als Beispiele nennt er die Weiterentwicklung regionaler Versorgungsnetzwerke, die Stärkung geriatrischer Versorgungspfade und die konsequente Digitalisierung klinischer Kernprozesse.
Trotz der bekannten Belastungen in der Krankenhauslandschaft setzen Landkreis, Aufsichtsrat und Geschäftsführung bewusst auf ein konstruktives Narrativ: Stabilisierung und Modernisierung sollen nicht als „Krisenmodus“ kommuniziert werden, sondern als planvoller Entwicklungspfad. Dazu gehören aus Sicht der neuen Geschäftsführung klare Prioritäten, ein transparentes Projektportfolio und ein Führungsverständnis, das Orientierung mit Beteiligung verbindet.
„Ich möchte, dass wir Probleme früh benennen, ohne Schuldzuweisungen – und dann gemeinsam Lösungen umsetzen“, sagt Heise. „Wir werden nicht alles gleichzeitig schaffen und auch nicht alle Herausforderungen des Deutschen Gesundheitssystems lösen. Aber wir werden die richtigen Schritte in einer belastbaren Reihenfolge gehen und Mitarbeitenden der Bodden-Kliniken und Partnern die Möglichkeit geben sich Sinn stiftend für eine bessere Versorgung einzubringen.“
Autor/in: Landkreis Vorpommern-Rügen
