Seiteninhalt

Kompost

Kompost im Kompostwerk Reinberg
Kompost im Kompostwerk Reinberg

Im Januar 2016 wurde die Biotonne im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen erfolgreich eingeführt. Jährlich werden ca. 20.000 Tonnen Biogut eingesammelt, aus denen nach einem mikrobiologischen Prozess 11.000 Tonnen Kompost werden. Das Biogut ist aufgrund des Detektionssystems an den Entsorgungsfahrzeugen, mit dem Fremdstoffe im Biogut erkannt werden, sehr rein. Trotzdem müssen einige Fremdstoffe wie z. B. Plastiktüten in der Kompostieranlage Reinberg aus dem Biogut heraus sortiert werden.

Vom Biogut bis zum Kompost dauert es etwa vier Wochen. Das Biogut wird in der Kompostieranlage Reinberg per Radlader zu langgestreckten Bergen, sogenannte Mieten, aufgeschüttet. Diese werden von darunterliegenden Belüftungsanlagen permanent belüftet. Zudem werden diese Mieten bewässert und mehrmals umgesetzt. Alles Weitere wird von der Natur geregelt. Nach diesem Prozess kann mit dem Kompost in der Landwirtschaft oder im heimischen Garten gedüngt werden. Kompost ist auch hilfreich zur Speicherung von Wasser im Boden - so hilft dieser, lange Trockenperioden besser zu überbrücken.

Verkauf von Kompost

Im Laufe des Jahres 2020 bieten wir Ihnen Kompost zum Kauf auf den Wertstoffhöfen Barth, Camitz, Ribnitz-Damgarten, Sagard und Samtens sowie bei der Kompostieranlage Reinberg an. Die Größe der Verkaufseinheiten sowie die Preise teilen wir Ihnen in Kürze hier mit.

Vom Apfelbaum in den Garten

Der kurze Spot des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft stellt den Kreislauf des Biogutes, in Form eines Apfelrestes, in einer Minute dar. Er zeigt, wie aus dem Apfelrest im heimischen Garten über verschiedene Stufen Kompost wird, der dann wiederum im heimischen Garten ausgebracht werden kann. Den Spot können Sie hier ansehen:

Eigenkompostierung

Jeder kann seine organischen Abfälle kompostieren. Das gilt auch für sehr kleine Gärten, ja selbst für Haushalte ohne Garten, die ihren Kompost nur für die Blumen auf der Fensterbank oder am Balkon brauchen. Für sie gibt es spezielle Behälter: den Schnellkomposter oder die hölzerne Wurmkiste. Diese Behältnisse finden in kleineren Gärten, Hinterhöfen oder auf dem Balkon Platz. Sie sind geschlossen, so dass auch Essenreste kompostiert werden können.

Der Schnellkomposter

Den Schnellkomposter an einem schattigen Platz aufstellen, dass genügend Luft durch die unteren Belüftungslöcher gelangen kann, am besten auf Holzpalette oder Kanthölzer stellen. Die Luftlöcher dürfen nicht verstopfen, deshalb zuerst etwa 5 cm Stroh, Holz oder Reisighäcksel als untere Schicht einfüllen.
Es sind auch Schnellkomposter auf dem Markt die ebenerdig auf naturbelassenen Gartenboden gestellt werden, damit die Bodenlebewesen eindringen können.

Beim Befüllen muss auf eine gute Durchmischung der vorhandenen Ausgangsmaterialien und eine lockere Beschaffenheit des Rottegutes geachtet werden. Krautige Bestandteile werden mit holzigen gemischt, nasse mit trockeneren, nährstoffreiche Küchenabfälle mit nährstoffärmerem Strauch- oder Baumschnitt.

Da strukturgebender Baum- und Strauchschnitt für gewöhnlich nur im Frühjahr und im Herbst anfällt, ist es sinnvoll, einen unzerkleinerten Vorrat z. B. neben dem Komposter anzulegen, damit auch das Jahr hindurch die meist sehr feuchten und strukturarmen Küchenabfälle mit trockeneren Bestandteilen gemischt werden können.

Kompostbehälter Marke Eigenbau

Drahtgitterkomposter

Zusammensteckbare Drahtgestelle, die den Vorteil bieten, sehr lange zu halten. Auch diese Behälter können zum Umsetzen des Kompostes leicht auseinandergebaut werden. Das Drahtgestell ist darüber hinaus auch als Durchwurfsieb nutzbar.

Lattenkomposter

Ein Lattenkomposter ist einem Schnellkomposter vorzuziehen, da bei einem Lattenkomposter der Wasser- und Luftaustausch natürlich und in Abhängigkeit von der herrschenden Witterung selbstständig vor sich geht. Lattenkomposter aus Holz gibt es in verschiedenen Größen und Preisklassen. Gut geeignet sind hierbei Modelle mit herausnehmbaren Brettern, so dass beim Umsetzen des Komposthaufens nicht alles abmontiert werden muss. Fallen größere Mengen kompostierbaren Materials an, bzw. will man den umgesetzten Kompost ruhen lassen, sollte man mehrere Behälter aufstellen.

Nässe vermeiden

Küchenabfälle und Rasenschnitt sind meistens nass, deshalb erst abtrocknen lassen; bei Bedarf mit trockenem Material wie Stroh, Laub, Holz oder Reisighäcksel mischen. Sammeleimer mit Zeitungspapier (kein Buntdruck - o. Hochglanzpapier) auskleiden, nasse Abfälle in Zeitungspapier einwickeln.

Fäulnis bildet sich nur bei zu nassem Kompostmaterial, verbunden mit Luft- (Sauerstoff-) Mangel. Fliegen und anderes Ungeziefer werden angelockt. Fliegen, Asseln und Maden entwickeln sich nur unter diesen Bedingungen. In diesem Fall den Behälter entleeren, den Inhalt mit trockenem Material mischen, evt. Erde oder Gesteinsmehl zusetzen und locker wieder einfüllen. Im Winter kann das Material einfrieren - es findet keine Rotte statt. Kommt diese im Frühjahr nicht richtig in Gang, Behälter leeren, Inhalt durchmischen und locker wieder einfüllen.

Schlechte Verrottung und zu langsame Humusbildung

Ursachen: Es werden überwiegend stickstoffarme Materialien kompostiert, z. B. Holzhäcksel, Laub, Zeitungspapier, Sägemehl.

Abhilfe: stichstoffreiches Material z. B. Rasenschnitt, Küchenabfälle oder Kleintiermist zugeben.

Kressetest
Um festzustellen, ob der Kompost wurzelverträglich ist, siebt man etwas Kompostmaterial ab, füllt es in einen Blumentopf und sät Kresse ein.
Dasselbe geschieht als Vergleichsprobe mit Gartenerde. Wächst die Kresse im Kompost mindestens genauso gut wie in der Gartenerde, ist der Kompost fertig.