Feuerwehrtechnische Zentralen werden fit für die Zukunft: 4 Millionen Euro Sonderbedarfszuweisung für die Modernisierung in Klockenhagen und Bergen auf Rügen
Zwei Standorte, eine wichtige Aufgabe und nun ein großer Schritt: Die Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) des Landkreises Vorpommern-Rügen in Klockenhagen und Bergen auf Rügen werden umfassend modernisiert. Innenminister Christian Pegel hat dafür heute eine Inaussichtstellung über eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von vier Millionen Euro an Vizelandrätin Kathrin Meyer übergeben.
Mithilfe der Förderung kann der Landkreis dringend notwendige Sanierungs-, Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen umsetzen, die die FTZ für die kommenden Jahrzehnte stärken. Insgesamt sind Investitionen von rund 28 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein Neubau, moderne Ausbildungs- und Übungsbereiche, zusätzliche Lagerflächen sowie zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Wir sanieren hier nicht einfach Gebäude, sondern schaffen moderne Voraussetzungen für die Gefahrenabwehr in unserem Landkreis“, sagt Vizelandrätin Kathrin Meyer. „Die Feuerwehrtechnischen Zentralen sind wichtige Drehscheiben für unsere Freiwilligen Feuerwehren und den Katastrophenschutz. Diese gilt es, leistungsfähig und zukunftssicher zu machen.“
Die beiden FTZ sind wichtige Bausteine für die Einsatzbereitschaft der 125 Feuerwehrstandorte in Vorpommern-Rügen. Hier werden Atemschutzgeräte gewartet, Schläuche gewaschen und auf ihre Sicherheit kontrolliert, Schutzausrüstung gereinigt, ebenso die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ausgebildet. Auch Reserven für den Katastrophenschutz werden in Klockenhagen und Bergen auf Rügen vorgehalten und bewirtschaftet.
Was hier täglich für die Sicherheit im Einsatz geleistet wird, zeigen die Zahlen:
- 2.500 Masken für 1.056 Atemschutzgeräte: Die Atemschutztechnik wird zweimal jährlich geprüft, damit im Einsatz die Technik zuverlässig funktioniert.
- 13.399 Schläuche: Allein 2025 wurden 7.830 Schläuche gewaschen und geprüft – das entspricht mehr als 156 Kilometern Schlauchmaterial.
- 2.100 Persönliche Schutzausrüstungen: So viel Einsatzkleidung wurde 2025 an den FTZ-Standorten gereinigt.
- 100 Mehrgasmessgeräte: Auch diese werden regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft.
„In den FTZ wird jeden Tag dafür gesorgt, dass unsere 5.663 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im entscheidenden Moment einsatzbereit sind – mit geprüftem Material, funktionierender Technik und gut ausgebildeten Einsatzkräften. Damit tragen die FTZ unmittelbar zur Sicherheit unserer Ehrenamtler und zur schnellen Hilfe für die Menschen im Landkreis bei“, so Meyer. „Mit der Unterstützung des Landes können wir die dafür notwendigen Strukturen jetzt fit für die Zukunft machen.“
Als Aufgabenträger der FTZ setzt der Landkreis Vorpommern-Rügen auf die enge Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband Vorpommern-Rügen, der die beiden Standorte betreibt. Der Verband ist ein verlässlicher Partner. Ob bei der täglichen Arbeit oder zur Planung der Modernisierungsmaßnahmen: Brandschutzdienststelle und Verband arbeiten vertrauensvoll Hand in Hand.
Autor/in: Landkreis Vorpommern-Rügen
