Neues „Haus 24“ stärkt psychiatrische Versorgung in Vorpommern-Rügen: Landrat würdigt Standort-Ausbau am Hanseklinikum Stralsund
Mit der feierlichen Eröffnung des „Haus 24“ am Helios Hanseklinikum Stralsund erhält die psychiatrische Versorgung in Stralsund und der Region einen wichtigen neuen Baustein. Das Haus bündelt unter anderem Angebote für die Gerontopsychiatrie und schafft moderne Rahmenbedingungen für die Behandlung und Begleitung von Menschen mit Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen.
Für Vorpommern-Rügen ist die Stärkung der psychiatrischen Versorgung von hoher Bedeutung. Knapp 30 Prozent der Bevölkerung im Landkreis sind inzwischen über 65 Jahre alt. Damit wächst auch der Bedarf an medizinischen und unterstützenden Angeboten für ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen und insbesondere Demenzerkrankungen. Rund 5.300 Menschen im Landkreis sind nach Angaben des Netzwerkes Demenz Vorpommern-Rügen von einer Demenzerkrankung betroffen.
„Das „Haus 24“ ist ein guter Ort und ein wichtiges Signal für die gesamte Region. Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung brauchen wir verlässliche und gut erreichbare Angebote für ältere Menschen und ihre Angehörigen“, betonte Landrat Dr. Stefan Kerth.
Dabei kommt es nicht allein auf die medizinische Versorgung an. Ältere Menschen, Betroffene und ihre Angehörigen benötigen ebensofachkundige Begleitung und Unterstützung. In Vorpommern-Rügen gibt es dafür ein breites Netzwerk aus stationären und ambulanten Pflegeangeboten, Einrichtungen des betreuten Wohnens, Tages- und Kurzzeitpflege sowie verschiedene Beratungsangeboten. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen, Demenzkranke und deren Angehörige an mehreren Standorten.
Der Landrat dankte dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Hansestadt Stralsund und insbesondere dem Helios Hanseklinikum für ihr Engagement und die Investition in den Standort. Mit dem „Haus 24“ werde Stralsund als einer der großen Psychiatrie-Standorte in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt: „Zu investieren heißt immer auch, Mut, Optimismus und Zuversicht zu zeigen. Genau diese Zuversicht brauchen wir, wenn es um die Zukunft der medizinischen Versorgung in unserer Region geht.“
Autor/in: Landkreis Vorpommern-Rügen
