Mehr Vernetzung, mehr Wertschöpfungsketten: Landkreise stellen wichtige Weichen für Zusammenarbeit als Wirtschaftsstandort
Gemeinsam geht es besser: Die Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte haben jetzt wichtige Weichen für eine strategische und operative Zusammenarbeit gestellt. Zwei Tage lang haben dazu Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in einem so genannten „Handlungsfelderworkshop“ darüber beraten, wie die wirtschaftlichen Stärken der Region künftig noch gezielter gebündelt und gemeinsame Entwicklungsperspektiven weiter geschärft werden können. Das Motto: mehr Vernetzung, mehr Wertschöpfungsketten – und vor allem: ein gemeinsames Gesicht nach außen.
Im Workshop wurde deutlich, dass die Landkreise ihre wirtschaftlichen Stärken künftig noch enger aufeinander beziehen und gemeinsame Potenziale gezielter nutzen wollen. „Wir müssen unsere Stärken besser verzahnen und Synergien schaffen“, heißt es aus dem Workshop. Denn während andere Regionen bereits als wirtschaftliche Einheiten wahrgenommen werden, soll der Nordosten künftig noch stärker auch mit seinen wirtschaftlichen Kompetenzfeldern sichtbar werden.
In vier zentralen Bereichen wurden Projektideen ausgearbeitet:
- Gewerbeflächenmanagement: Künftig soll stärker bedarfsgerecht und mit frühzeitiger Infrastruktur entwickelt werden. Investoren sollen dabei nicht nur Grundstücke, sondern verlässliche Partner vorfinden.
- Innovation & Transfer: Regionale Angebote für Gründer und Innovatoren sind da – diese sollen künftig noch sichtbarer gemacht und besser aufeinander bezogen werden.
- Wirtschaftliche Kompetenzfelder: Die Region will ihre wirtschaftlichen Stärken und Kompetenzfelder klarer herausarbeiten und gemeinsam nach außen sichtbar machen.
- Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit der polnischen Grenzregion soll weiter vertieft werden, um bestehende Strukturen besser zu nutzen und grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten gezielt weiterzuentwickeln.
Bislang gibt es jedoch weiteren Handlungsbedarf bei der gemeinsamen wirtschaftlichen Positionierung der Region. „Wir brauchen eine Klammer für unsere Außendarstellung“, so das Fazit. Eine gemeinsame Außendarstellung soll dazu beitragen, die Region für Investoren und Fachkräfte noch sichtbarer zu machen.
Die ausgearbeiteten Ideen werden nun in Expertenrunden weiterdiskutiert und konkretisiert. Im nächsten Schritt folgt ein Standortmarketing-Workshop, in dem die „wirtschaftliche Klammer“ weiter geschärft wird. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
