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Vereinbarung unterzeichnet: »ZingstBus« fährt dauerhaft und mit erweitertem Angebot

Im Ostseeheilbad Zingst einfach und komfortabel von A nach B: Mit der Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung haben der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH (VVR) und der Zingster Fremdenverkehrsbetrieb zu Beginn dieser Woche die Grundlage für eine dauerhafte und attraktive Ortsbuslinie geschaffen. Ziel der Vereinbarung ist die Umsetzung und Finanzierung einer Angebotssteigerung der Ortsbuslinie 222, dem „ZingstBus“, über das laut Nahverkehrsplan vorgesehene Grundangebot hinaus.

Initiiert wurde das Projekt durch Bert Balke, Geschäftsführer der Kur- und Tourismus GmbH Zingst, gemeinsam mit der VVR. Dank einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten fährt der „ZingstBus“ bereits seit Oktober 2025 im Rahmen einer Pilotphase. Nun konnte das Angebot abgesichert und kann somit für die Zukunft weiterentwickelt werden. Die Verwaltungsvereinbarung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Wie fährt der „ZingstBus“?
Ganzjährig werden täglich mindestens sechs Fahrten angeboten. Gestaffelt nach dem zu erwartenden Fahrgastaufkommen erfolgen von Mai bis Oktober saisonale Verdichtungen in zwei Abstufungen. Vom 1. Mai bis 14. Juni und 16. September bis 31. Oktober sind es 12 Fahrten täglich, in der touristischen Hauptsaison vom 15. Juni bis 19. September werden durch eine weitere Verdichtung täglich 20 Fahrten angeboten.
Demnächst sollen zudem eine leicht angepasste Linienführung und ein neuer barrierefreier Elektro-Kleinbus mit mehr Sitzplätzen zum Einsatz kommen.

Wer fährt mit dem „ZingstBus“ und was macht ihn aus?
Die Gemeinde Zingst setzt auf ein attraktives Modell des fahrpreislosen ÖPNV für seine Gäste und Einwohner. Die Nutzung erfolgt über eine Kur- beziehungsweise Einwohnerkarte mit QR-Code, der bei Einstieg in den Bus gescannt wird. Damit können die Fahrgäste gleichzeitig auch statistisch erfasst werden. Bis jetzt wurden bereits 500 Chipkarten an Einwohner und Jahreskurkarten-Inhaber ausgegeben. Das Feedback der Bürgerinnen und Bürger ist durchweg positiv.

Bürgermeister Christian Zornow, Landrat Dr. Stefan Kerth und VVR-Geschäftsführer Ulrich Sehl unterzeichneten die Vereinbarung (v. l. n. r.) © Landkreis Vorpommern-Rügen
Bürgermeister Christian Zornow, Landrat Dr. Stefan Kerth und VVR-Geschäftsführer Ulrich Sehl unterzeichneten die Vereinbarung (v. l. n. r.) © Landkreis Vorpommern-Rügen

Landrat Dr. Stefan Kerth betont: „Mit dieser Vereinbarung stärken wir gemeinsam den ÖPNV in Zingst und schaffen ein attraktives Angebot für Touristen und Einwohner. Der ‚ZingstBus‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie kommunale Zusammenarbeit konkret Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz fördern kann.“

Dem schließt sich Ulrich Sehl, Geschäftsführer der VVR, an: „Die positive Resonanz aus der Pilotphase zeigt, dass ein innerörtliches Mobilitätsangebot nicht nur machbar ist, sondern auch nachgefragt wird. Wir freuen uns darauf, den ‚ZingstBus‘ gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Freudig blickt Christian Zornow, Bürgermeister Ostseeheilbad Zingst, auf die bevorstehende Saison: „Mit dem ‚ZingstBus‘ haben wir erstmals einen Ortsverkehr geschaffen. Ich bin überzeugt, dass die Zingsterinnen und Zingster gleichermaßen wie unsere Gäste davon profitieren werden.“

Die Einführung des fahrpreislosen „ZingstBus“ wurde durch die neue Kurabgabesatzung ermöglicht, die von der Zingster Gemeindevertretung im Mai 2025 verabschiedet wurde. Gemeinde, Landkreis und VVR setzten anschließend gemeinsam die Pilotphase innerhalb kurzer Zeit um. Nun gilt es, das innerörtliche Mobilitätsangebot zu verstetigen und in Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Autor: Landkreis Vorpommern-Rügen, 13.05.2026